Der Schlüssel zum Sparen bei der Handyrechnung liegt zunächst darin, dass du dein Telefonierverhalten eine zeitlang aufmerksam beobachtest. Dabei helfen dir deine Handyrechnungen der letzten Monate. So siehst du z.B. wie lange du in welche Netze telefonierst und ob du tendenziell in der Freizeit oder Geschäftszeit telefonierst.
Damit hast du einen ersten Anhaltspunkt, ob du den für dich richtigen Tarif gewählt hast. Hast du beispielsweise einen Telering-Vertrag, aber ein Großteil deiner Anrufe geht laufend zu One, dann sollte das für dich ein Hinweis darauf sein, dass du den falschen Tarif hast. Dieses Problem stellt sich jedoch gar nicht erst, wenn du einen Tarif mit einer einheitlichen Vergebührung in alle Netze hast. Der Tarifrechner der Arbeiterkammer kann dich bei der Wahl des richtigen Tarifs unterstützen.
Unabhängig davon, welchen Tarif du gewählt hast, kannst du auch während des Telefonierens einiges sparen. Versuchst du, jemanden zu erreichen, und diese Person hebt nach dem vierten bis fünften Läuten nicht ab, dann solltest du auflegen, da du sonst in die Sprachbox kommst, und ab diesem Zeitpunkt Gebühren zahlen musst.
Auch solltest du dich erkundigen, wer von deinen liebsten Gesprächspartnern welchen Tarif hat. Denn wenn du weißt, dass dein Freund gratis in dein Netz telefoniert, du aber Unsummen zahlen musst, was liegt da näher, als sich zurückrufen zu lassen? Einfach einmal klingeln lassen und dann auflegen – und schon hast du Kosten gespart. Dieses Spielchen kannst du übrigens auch ohne den Hintergrund des Gratis-Telefonierens spielen – jedoch Vorsicht: deine Freunde kannst du mit solchen Angewohnheiten sehr schnell zur Weißglut treiben.
SMS statt Anruf
Eine andere günstige Alternative ist es, einfach SMS zu versenden. Denn für kurze Mitteilungen ist das Versenden von Kurznachrichten einfach oft günstiger, als minutenlang in ein fremdes Netz zu telefonieren. Aber auch das Ausweichen auf Emails oder Skype wo möglich ist eine günstige Alternative. Schließlich muss ja nicht immer gleich das Handy zur Hand genommen werden, wenn man sich unterhalten möchte.
Absolute Kostenkontrolle kannst du in deine Handyrechnung bringen, indem du auf ein Wertkartenhandy umsteigst. So hast du jeden Monat einen bestimmten Betrag zur Verfügung, und wirst nicht von einer umwerfenden Handyrechnung am Monatsende geschockt. Besonders Kinder und Jugendliche sollten noch keine Vertragshandys zur Verfügung haben, da hier sehr leicht die Gefahr einer ausufernden Handyrechnung besteht.
Handy und Urlaub
Besonders in der Urlaubszeit kann das Handy zu einer echten Kostenfalle werden. Gebühren von zwischen bis zu 0,59 Euro pro Minute für Anrufe nach Hause und 0,29 Euro Passivgebühr, wenn du angerufen wirst, sind nun einmal kein Schnäppchen. Und das sind nur die Werte für das Telefonieren innerhalb Europas. Du solltest daher im Urlaub dein Handy auf „manuelle Netzwahl“ umstellen, und den für dich günstigsten Anbieter händisch wählen. Entsprechende Gebühreninfos erhältst du bei deinem Netzbetreiber vor dem Urlaub.
Neben den Roamingkosten lauern jedoch auch andere Gebühren. So z.B. für die Abfrage deiner Mailbox bzw. Anrufe, die in deiner Mailbox landen. Besser ist es daher, wenn du deine Mailbox während des Urlaubs deaktivierst. Wie das funktioniert, erfährst du bei deinem Service-Anbieter. Generell solltest du auf Anrufe aus dem Ausland verzichten und per SMS kommunizieren, denn der Empfang ist meist kostenlos und das Versenden um einiges günstiger, als zu telefonieren.
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