Zu Tode gebissen
Indonesien: Tiger zerfleischt Zehnjährigen
Ausland
05.07.2007 12:30
Ein Tiger hat in Indonesien zwei Buben auf einer Kaffeeplantage angegriffen und einen der beiden zerfleischt. Das zweite Kind überlebte mit schweren Verletzungen, berichtete die indonesische Nachrichtenagentur Antara.
Heri (10) und Harto Saputra (8) hatten in der Kaffeeplantage in Ujung Rembung auf Sumatra Vogelfallen ausgelegt und waren auf der Suche nach Beute, als der Tiger angriff. Der Ältere überlebte die Attacke nicht, der Jüngere kam mit schweren Bissverletzungen an Hals und Bein ins Krankenhaus. Wildhüter versuchten anschließend, den Tiger einzufangen. Er sollte in einem Naturpark mit Umzäunung wieder ausgesetzt werden.
Tierschützer verweisen darauf, dass die Tiger sich nur deshalb in bewohnte Gebiete vorpirschen, weil ihr eigentlicher Lebensraum im Dschungel immer weiter beschnitten wird. In den Wäldern Sumatras leben nach Schätzungen nur noch 400 bis 500 wilde Tiger. Sie sind vom Aussterben bedroht und stehen unter Schutz.
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