04.07.2007 22:30 |

4. Juli

Bush bittet um Geduld im Irak

US-Präsident Bush hat am Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten seine Mitbürger zu mehr Geduld beim Thema Irak aufgerufen. Bis seine Irak-Strategie greien könne, brauche es Zeit. Ein Zeitplan für einen Truppenabzug lehnt er weiterhin ab. Die Bemühungen um einen politischen Versöhnungsprozess im Irak erlitten am Mittwoch einen Rückschlag.

Wie alle warte auch er auf den Tag, an dem weniger US-Truppen in dem Golfstaat vonnöten seien, so Bush vor mehr als 1000 Mitgliedern der Nationalgarde und deren Angehörigen auf einem Militärstützpunkt in West Virginia. "Ein Sieg in diesem Kampf erfordert mehr Geduld, mehr Mut und mehr Opfer", sagte Bush.

Der Präsident machte deutlich, dass er einen Zeitplan für einen Truppenabzug, wie ihn die oppositionellen Demokraten fordern, weiterhin ablehne. "Die Zeit wird kommen, wenn das irakische Volk nicht mehr auf die Hilfe der 159.000 amerikanischen Soldaten in seinem Land angewiesen ist", sagte er.

"Aber unsere Truppen voreilig aus politischen Gründen abzuziehen und nicht auf den Rat und die Empfehlung unserer Militär-Kommandeure zu hören, das wäre nicht in unserem nationalen Interesse." Vielmehr würde dies den "Feind" zum Sieger machen und die Sicherheit der USA gefährden. "Und das ist etwas, das wir nicht tun werden."

Die Bemühungen um einen politischen Versöhnungsprozess im Irak erlitten am Mittwoch einen Rückschlag. Die Abgeordneten der schiitischen, kurdischen und sunnitischen Regierungsparteien verweigerten einem Gesetz die Zustimmung, das die Verteilung der Öleinnahmen regeln soll. Für die USA ist dieses Gesetz ein zentrales Element zur Überwindung der ethnischen und religiösen Teilung des Iraks.