Schnäppchenjagd

Grenzverkehr für Bier und Sprit

Der kleine Grenzverkehr im Innviertel und Bayern ist harmlos, es dreht sich alles ums Tanken und Sparen. Die Oberösterreicher fahren über den Inn, weil drüben das Bier billiger ist. Und die Bayern kommen zu uns, weil bei unseren Zapfsäulen der Sprit - trotz heutiger Erhöhung - noch immer mehr als zehn Cent billiger ist als „drüben“.

Mindestens 3 Euro je Kiste österreichisches Bier sparen Innviertler, wenn sie über den Inn „hupfen“. Wer sich mit Billig-Bräu zufrieden gibt, spart fünf Euro. Auch Qualitäts-Hopfensaft ist unschlagbar günstig, zeigte ein „Krone“-Lokalaugenschein. „Ich hole mir in Bayern Weizenbier, weil es bei uns schwer zu kriegen und die Kiste vier Euro teurer ist“, erzählt Franz Feichtenschlager (51) aus St. Johann/Walde beim Getränkemarkt Schenk in Simbach. Gleich nebenan lud Ilse Rupp (18) aus Feldkirchen/M. drei Kisten ein: „Am Mittwoch ist in Braunau Wochenmarkt, da geht die Fahrt rüber mit.“

Vollgetankt vor der Spritpreiserhöhung - 6 Cent für Diesel und 3,6 Cent für Benzin - haben auch die Bayern in OÖ. „Solange es rentabel ist, den Tank zu füllen, komme ich rüber“, sagt Herbert Maier (55) an der ECO-Tankstelle Braunau. Hinter ihm zapfte Landsfrau Monika Diemhammer (51) Sprit: „Nach dem Tanken gehe ich in Österreich Essen. Das ist zwar teurer, dafür besser.“

 

 

 

Foto: Ernst Vitzthum

Montag, 17. Mai 2021
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