Donausprung

Polizist rettete 17-Jährigen

Aus Jux und Tollerei sprang ein 17-jähriger Berufsschüler in der Nacht auf Freitag in Linz in die Donau. Doch dann wurde aus dem Spaß tödlicher Ernst: Der Bursch wurde von der Strömung in die Flussmitte abgetrieben. Ein Polizist sprang in den Strom und brachte ihn unter eigener Lebensgefahr ans rettende Ufer.

Der 17-jährige Vorarlberger aus Lustenau hatte mit Schulfreunden auf der Donaulände kräftig gefeiert. Gegen 21.30 Uhr sprang der Bursch in die Donau. Doch der Jugendliche hatte die Strömung unterschätzt, schaffte es nicht mehr ans Ufer. Er kämpfte in der Strommitte um sein Leben. Seine Freunde hörten die Hilfeschreie und alarmierten die Exekutive.

Der Polizist Robert Neißl (40) zog seine Uniform aus, sprang in die 17 Grad kalte Donau und schaffte es, den Schüler mithilfe seiner Kollegen zu bergen. Für den zweifachen Familienvater war es bereits die zweite Lebensrettung. Der 17-Jährige wurde mit nur 34 Grad Körpertemperatur ins AKH gebracht, aus dem er aber verschwand. Der Abgängige wurde zur Fahndung ausgeschrieben, saß aber dann am Morgen wieder kreuzbrav in der Berufsschule…

 

Foto: Martin Parzer

Samstag, 15. Mai 2021
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