"Indien"

Schnitzel, Frauen und der Tod

In einen lauschigen Gastgarten laden die Brüder Andreas und Peter Paul Baumgartner beim Sommertheater Schwanenstadt ein. Im Stadtpark wird „Indien“ von Josef Hader und Alfred Dorfer gespielt. Die Inszenierung von Georg Staudacher bleibt nah am Erfolgsfilm und verströmt doch ein ganz eigenes Flair!

Gastgarten-Tische und einen Buffetwagen hat Regisseur Georg Staudacher an den Teich im Schwanenstädter Stadtpark gestellt. Die Zuschauer – wegen grauer Regenwolken sind viel zu wenige zur Premiere gekommen – nehmen an Biertischen Platz.

Und auch wenn im ersten Teil noch viel gelacht werden darf, betont diese Aufführung des Erfolgsstückes auch die tragischen Momente zwischen den Gasthaus-Testern Heinzi Bösel und Kurt Fellner, die über Essen, Frauen und Religionen streiten und philosophieren. Das Szenario bleibt selbst dann noch stimmig, wenn nach der Pause der Gastgarten durch ein neonumflutetes Krankenbett ersetzt wird.

In ihrer Unbeholfenheit gegenüber gezeigter Freundschaft und dem nahen Tod laufen die Schauspieler Andreas Baumgartner und Sebastian Pass – unterstützt vom Dritten im Bunde, Peter Malzer, zur Höchstform auf. Unheimlich dichtes, niveauvolles Sommertheater!

 

Foto: Herzenberger

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