Völkermord
“Chemie-Ali” im Irak zum Tod verurteilt
Ali Hassan al-Majid erhielt den Beinamen "Chemie-Ali", weil er den rücksichtslosen Einsatz von Giftgas gegen kurdische Zivilisten angeordnet hatte.
Wegen der Massenerschießungen, Folterungen und Vertreibungen im Rahmen der "Anfal-Kampagne" im Nordirak, denen in den Jahren 1987 und 1988 nach unterschiedlichen Schätzungen 50.000 bis 180.000 Kurden zum Opfer gefallen waren, wurden zwei weitere Angeklagte zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen verurteilt. Ein sechster ehemaliger Regime-Funktionär wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig und müssen noch von einer Berufungskammer bestätigt werden.
Der Hauptangeklagte in dem im August des Vorjahrs eröffneten Prozess war anfangs Saddam Hussein selbst gewesen. Das Verfahren gegen ihn wurde aber eingestellt, nachdem er auf Grund des Urteils in einem anderen Prozess am 30. Dezember des Vorjahrs hingerichtet worden war.
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