Schon zum 3. Mal
Virus löst Seehundsterben vor dänischer Insel aus
Ausland
23.06.2007 13:33
Zum dritten Mal seit 1988 hat vor der dänischen Insel Anholt ein Massensterben von Seehunden eingesetzt. Wie ein Sprecher des Naturschutzamtes in Kopenhagen mitteilte, verendeten in der vergangenen Woche 41 und damit ungewöhnlich viele Tiere vor der Insel im Kattegat zwischen Nord- und Ostsee. Das Virus sei noch nicht genau ermittelt. Es handele sich aber mit weitgehender Sicherheit um die gefürchtete "Robbenpest".
"Die Lage ist ernst. Wir müssen in den kommenden Monaten mit einer großen Zahl tot angeschwemmter Seehunde an unseren Küsten rechnen", sagte Henrik Lykke Sørensen vom Naturschutzamt. Unklar sei, wie viele Tiere gegen das Virus immun seien.
Sowohl 1988 als auch 2002 hatte ein Massensterben von Seehunden seinen Anfang vor Anholt genommen und sich auch an die deutschen Küsten ausgebreitet. Bei der ersten Seuche waren 60 Prozent, bei der zweiten 30 Prozent der Seehunde verendet. Der Bestand erholte sich aber relativ schnell und gilt derzeit mit mehr als 12 000 Tieren an dänischen Küsten als stabilisiert.
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