Nackt & abgemagert
Horror-Waisenhaus in Iraks Hauptstadt
"Wir haben gedacht, sie sind alle tot", so ein Soldat. "Überall waren Fliegen." Doch die Buben hatten nur keine Kraft mehr, sich zu bewegen. Wie sich herausstellte, haben die Betreuer nur für sich selbst gekocht, den Rest der Lebensmittel auf dem Schwarzmarkt verkauft. Jetzt sind die Kinder in Sicherheit.
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Mitglieder des Nachbarschaftsrates von Fadschr - einer Art Bezirksparlament -, die die Soldaten begleiteten, seien beim Anblick der misshandelten und vernachlässigten Kinder "in Tränen ausgebrochen", berichtete ein US-Offizier.
Religiöser Hintergrund?
Das unsägliche Leid der Waisenkinder könnte aber zum Teil auch religiöse Hintergründe haben. Die 24 Buben hatten noch bis Ende Mai in einem Waisenhaus im Stadtteil Atafija gelebt, in dem Buben und Mädchen unter einem Dach untergebracht sind. Es heißt, Islamisten hätten das Zusammenleben von Buben und Mädchen kritisiert. Daraufhin seien die Buben in das Schreckensheim in Fadschr gekommen. Nach ihrer Rettung und ärztlicher Behandlung sollen sie nun doch wieder in das Heim in Atafija zurückkehren.
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