Giftige Dämpfe
Selbstmord mit Pflanzenschutzmittel
Ausland
12.06.2007 13:44
Nach dem Selbstmord eines 48-Jährigen mit einem hochgiftigen Schädlingsbekämpfungsmittel mussten am Montagabend im deutschen Marienberg in Sachsen 19 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann hatte das Gift in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ausgestreut. Alle Hausbewohner und Rettungskräfte, die Kontakt mit dem Gift oder Dämpfen hatten, kamen zur Beobachtung in eine Klinik. Dort müssen sie voraussichtlich drei Tage bleiben.
Über mögliche gesundheitliche Beschwerden der 19 Menschen war zunächst nichts bekannt. Bei dem Gift handelt es sich um eine Phosphatverbindung, die zu DDR-Zeiten in der Forstwirtschaft eingesetzt wurde.
Wie der allein stehende Mann an das Granulat kam, ist noch unklar. Eine Spezialfirma begann am Dienstag mit dem Entgiften der Wohnung.
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