Testkäufe

¿Alk¿ für Jugendliche in jedem 2. Laden!

„War kein Problem!“ - Linda, Anna, Kathrin und Daniela kommen grinsend aus einem Lebensmittelmarkt in Grieskirchen. Im Wagerl der 14- und 15-Jährigen: Bier und Alkopopos. Insgesamt 13 minderjährige BORG-Schüler waren mit Polizisten in der Stadt unterwegs, versuchten Zigaretten, Alkohol, Waffen und Brutalo-Spiele zu kaufen. In immerhin jedem zweiten Geschäft blitzten sie ab.

„Jeden Tag versuchen es bei uns etwa zwei bis drei Jugendliche, Alkohol zu bekommen“, sagt Stefan Haugsberger (42), Billa-Filialleiter. Hier war das Mädchenquartett mit Wodka und Sekt bei Kassierin Gertrud Affenzeller (52) aus Taufkirchen hängen geblieben. Als Dank gab´s von Präventions-Polizistin Sabine Stanzel eine Urkunde, dass in diesem Geschäft das Jugendschutzgesetz beachtet wird. Bei den nächsten vier Läden gab´s keine Fragen nach dem Alter: in einer Tankstelle, einer Trafik, einem Lebensmittelmarkt mitten im Schulviertel gab´s „Alk und Tschick“ und einem Fachmarkt für Medien aller Art ein blutrünstiges Ballerspiel für die Konsole. „Wenn du etwas willst, kriegst du es auch“, weiß Testkäuferin Linda.

Anzeigen gab es am Freitag nicht, nur Ermahnungen, das Jugendschutzgesetz zu beherzigen. Die Ausreden der Ertappten waren ähnlich: „Normal schau´ ich genauer“, „War im Stress“, „Ist mir das erste Mal passiert“. Eine zweite Gruppe, diesmal vier Burschen, kam in vier von acht Geschäften nur mit Kaugummi und Keli raus. „Aber es soll nicht nur an den Verkäufern hängen bleiben. Es kann und soll jeder, der im Geschäft ein Kind mit Alkohol oder Zigaretten sieht, die Minderjährigen darauf auch ansprechen“, so Polizist Gottfried Humer, der die „Burschen-Partie“ begleitete. Die dritte Gruppe hatte gleich in nur bei einem von vier Geschäften „Erfolg“.

Insgesamt sind die Tester aber zufrieden. Im Vorjahr hatten sie noch in 16 von 22 Geschäften Alkopops & Co. Bekommen…

 

 

 

Foto: Markus Schütz

Sonntag, 16. Mai 2021
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