„Mein Vater hätte es nicht mehr ins Haus geschafft. Die Glocke war seine Rettung. Sonst wäre er draußen hilflos verblutet. Meine Stiefmutter hat sich nämlich gewundert, wer da Sturm läutet und ist nachsehen gegangen. Dann hat sie ihn gefunden“, erzählt Sohn Konrad Grömmer, der dann auch seinem Vater zu Hilfe geeilt war.
Der Vater hatte ein Reh an dem beim Ausweiden benutzten Gestell aufgehängt. Dann, während der Arbeit, war das Missgeschick passiert. Der Verletzte verlor auch rasch an Kraft. „Der Blutverlust war wirklich enorm“, ist der 46-jährige Sohn noch geschockt.
Die Ehefrau (64) hatte die rettende Idee: Per Gummi-Expander unterbrach sie die Blutzufuhr und drückte Tücher auf die Wunde. „Das hat sie instinktiv gemacht“, lobt sie Konrad Grömmer. Dann kamen Münzkirchner Polizisten, Rot-Kreuz-Helfer und der Notarzt. Der Zustand des siebenfachen Vaters verschlechterte sich rapide, doch die Profis konnten ihn stabilisieren. „Er ist am Weg der Besserung“, ist der Sohn froh.
Er mahnt alle, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. „Ich selbst hab´ zweimal Mund-zu-Mund-Beatmung machen müssen. Einmal konnte ich einen Freund retten“, so Konrad Grömmer.
Symbolfoto
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