Der slowenische Küchenhersteller sperrt das Werk Ende des Jahres zu. Bereits mit 31. Juli werden Produktion und Montage eingestellt, stehen 37 der 64 Mitarbeiter auf der Straße. Weshalb seit Ende April über die Abfindungsmodalitäten verhandelt wurde - und gestern endlich eine Einigung mit Geschäftsführer Beno Skok erzielt wurde. „Eine Übereinkunft, mit der wir leben können“, so Gewerkschafter Harald Dietinger, der neben den Abfertigungen in Höhe von 800.000 Euro noch einen Sozialplan von 300.000 Euro ausverhandelte. „Von diesem Plan bekommt jeder Arbeiter einen Sockelbetrag, der Rest wird individuell je nach Bedürfnissen aufgeteilt“, so Dietinger, der die Einigung als „großen Erfolg“ bezeichnet. „Weil die Slowenen ja so etwas wie einen Sozialplan eigentlich gar nicht kennen“, so der Gewerkschafter.
Der nun für die Mitarbeiter neue Jobs sucht. „Zehn bis 15 werden von anderen Firmen übernommen.“ Für den Rest ist er noch „am Kurbeln“. Wobei die erhoffte Lösung einer Übernahme des Standortes durch eine andere Firma, die Bürgermeister Josef Mühlbachler kürzlich ins Spiel brachte, einen starken Dämpfer erhielt. Denn Gorenje verfrachtet die Freistädter Maschinen in eigene Werke in Tschechien und Slowenien - doch diese hätte der neue Betreiber gebraucht. Weshalb nun auch der Ortschef weiter nach einer Lösung suchen muss…
Foto: Johannes Markovsky
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