Drohende Gefahr
Iran könnte in drei Jahren die Atombombe haben
Am Donnerstag lief auch die in der UN-Resolution vom 24. März genannte Frist ab, bis zu der Teheran seine Anreicherungsaktivitäten einstellen sollte. Führende Mitglieder des Sicherheitsrates wollen die Sanktionen gegen den Iran verschärfen. Bis zu einer Entscheidung dürfte es aber noch einige Tage, wenn nicht Wochen, dauern.
El Baradei besteht auf Verhandlungen
El Baradei appellierte an Teheran und die internationale Gemeinschaft, sich in dem Konflikt rasch auf den Beginn von Verhandlungen zu einigen: „Eines sollte doch inzwischen klar sein: Wir können uns nicht zu mehr Sicherheit hinbomben.“ Er warnte davor, sich vor allem auf Sanktionen zu verlassen. Ohne den Iran namentlich zu erwähnen, sagte er: „Der Dialog wird als Belohnung für gutes Verhalten zurückgehalten, statt als Anreiz für gutes Betragen und die Lösung von Schwierigkeiten zu dienen. Öffentliches Reden ersetzt wirksame Diplomatie.“
Stillstand nicht akzeptabel
Er zeigte sich „besorgt, dass der Iran seine Kapazitäten zur Urananreicherung ausweitet und die IAEO derzeit keine Möglichkeit zu robusten Inspektionen hat“. „Wir sehen, wie sich das Wissen der IAEO verschlechtert, und wir sehen keine Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Dieser Stillstand ist aus der Perspektive der Nicht-Weiterverbreitung nicht akzeptabel.“
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