Welle der Gewalt
Der Libanon steht vor dem Bürgerkrieg
Palästinensische Organisationen bemühten sich um die Vermittlung eines Waffenstillstands. Der Vertreter des Islamischen Jihads, Abu Ahmed Rifai, sagte, dass die Fatah al-Islam zugesichert habe, die Feindseligkeiten einzustellen und sich von der Frontlinie zurückzuziehen.
Ein Sprecher der Fatah al-Islam, Abu Salim, warnte jedoch vor einem das ganze Land erfassenden Bürgerkrieg, falls die Belagerung des Flüchtlingslagers nicht eingestellt werde. "Es ist ein Kampf auf Leben und Tod", sagte Abu Salim der Nachrichtenagentur AP. "Sie wollen die Fatah al-Islam auslöschen. Wir werden antworten und wir wissen, wie wir antworten werden."
Die Konfliktparteien verhandelten nach Angaben von Teilnehmern unter Vermittlung der sunnitischen Organisation Jamaa Islamiya. Bei den Kämpfen sind seit Sonntag 58 Menschen ums Leben gekommen.
US-Präsident Bush gab der Regierung des Libanon unterdessen Rückendeckung für ihr Vorgehen gegen radikale Islamisten. Bush sagte, Extremisten, die versuchten, die Regierung zu stürzen, müssten bekämpft werden. Es sei zudem ein trauriger Zustand zu sehen, dass die junge Demokratie im Libanon von externen Kräften unter Druck gesetzt werde.
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