Lokalaugenschein

¿Jugendschutz bremst Spaß!¿

Oberösterreich
19.05.2007 19:30
„Wir wollen Spaß haben, locker werden - da lassen wir uns vom Jugendschutzgesetz nicht bremsen!“, meinten Jugendliche bei einer nächtlichen Kontrolle der Polizei in der Linzer Altstadt zum „Krone“-Team, das die Beamten begleitete. Insgesamt wurden vier Anzeigen und 13 Organmandate gegen alkoholisierte Minderjährige verhängt.

„Gegen ein paar Bier kann doch keiner was sagen“, ist ein 15-jähriger Linzer überzeugt, der gerade von der Polizei aufgefordert wurde, sich auf den Heimweg zu machen. Doch die Beamten sind da anderer Meinung: „Nach 22 Uhr dürfte der ja nicht mal mehr unterwegs sein.“

Die „Aktion Jugendschutz“ startete zu Mitternacht: Sieben Beamte, darunter auch Polizeijurist Alexander Niederwimmer, machten sich mit dem Alkomaten auf ins Nachtleben der Linzer Altstadt. Gleich vor der Haustür der Polizeiwache ertappten sie einen angetrunkenen 16-Jährigen, der das Messgerät sofort testen „durfte“. Mit knapp über einem Promille wurde er von einem Polizeibeamten nach Hause gebracht. „Ab 16 dürfen sie zwar draußen bleiben, so lange sie wollen, doch der übermäßige Konsum von Alkohol ist verboten. Bei etwa 0,8 Promille müssen sie bereits mit einer Anzeige rechnen“, so Oberstleutnant Christian Moser.

Mit Entschuldigungen wie „wir haben die Zeit übersehen“, „wir feiern doch Geburtstag“ oder „wir sind gerade auf dem Nachhauseweg“, versuchen Minderjährige, die Strafe zu lindern. Andere erkundigen sich dann ganz unschuldig, was das Gesetz jetzt genau besagt. So wie eine 16-jährige Altstadtgängerin, die zwei Promille im Blut hatte!

 

 

 

Foto: Horst Einöder

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