Die Polizei spricht hinter vorgehaltener Hand von einem „Kuhhandel“: LKA-Ermittler und UKH-Patient hätten sich auf eine beschönigende Unfallversion geeinigt, um sein psychisches Leiden nicht noch zu verschlimmern. Er sollte seine Paranoia als Hoppala tarnen: Er hätte sich die Ameisensäure versehentlich in den Schoß gegossen.
Anrainer zogen den Verletzten aus, spritzten ihn mit Wasser ab und riefen Hilfe herbei. Den Rettern erzählte der Taxler von einem Fahrgast, der ihn zuvor wort- und grundlos mit der Säure überschüttet hätte.
„Dieses Schauermärchen dürfte schon vorher ersonnen worden sein, weil der Mann offenbar zum dritten Mal als Verbrechensopfer bemitleidet werden wollte“, glaubt ein Polizist, dass der psychisch Kranke die Kontrolle über die Säure verloren und die Schwere der Verätzungen unterschätzt hätte. Er überlebte im künstlichen Tiefschlaf mehrere Operationen und Hauttransplantationen nur Dank der Kunst der Ärzte.
Foto: Chris Koller
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