18.05.2007 12:14 |

Vorsicht, Falle!

Ausgetrickst im Supermarkt

Hand aufs Herz: Wenn du an deinen letzten Einkauf im Supermarkt denkst, wie viele Produkte in deinem Einkaufswagen waren unbeabsichtigte Spontankäufe? Immer wieder finden sich an der Kassa Produkte, die du eigentlich nicht gebraucht hättest. Doch Supermärkte arbeiten mit immer subtileren Tricks, um dir dein Geld aus der Tasche zu ziehen – ohne dass du es merkst. Krone.at zeigt dir, wo die Psycho-Fallen zuschnappen.

Ins rechte Licht gerückt
Wer kennt das nicht: Vor dem Obst- und Gemüseregal bekommt man auf einmal so richtig Lust auf einen knackig-frischen Vitaminschub. Genau das gleiche spielt sich auch vor der Wursttheke ab. Der Trick dahinter: Die richtige Beleuchtung mit sehr hellem Licht. Dadurch sehen alle Waren so richtig frisch und verführerisch aus. Du wirst automatisch verleitet, mehr zu kaufen, als du eigentlich vorhattest.

Wohl temperiert
Untersuchungen zufolge fühlen sich Supermarkt-Kunden bei einer Raumtemperatur von 19°C am wohlsten, bleiben länger im Geschäft und kaufen dadurch mehr. Daher ist dies oft die Standard-Temperatur in einem Supermarkt.

Wo ist denn bitte…?
Dass Grundnahrungsmittel am Ende des Geschäfts platziert sind, damit du als Kunde an möglichst vielen anderen verlockenden Produkten vorbeikommst, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Die Supermärkte arbeiten jedoch auch mit dem Trick, dass gut gehende Produkte regelmäßig an einer anderen Stelle im Geschäft platziert werden, damit du dich auf die Suche nach ihnen begeben musst. Und dabei an möglichst vielen anderen Versuchungen vorbeikommst.

Strecken und bücken
Untersuchungen zeigen, dass Konsumenten am liebsten in Augenhöhe shoppen. Die Produkte darüber, in der so genannten Streckzone, und die darunter, in der so genannten Bückzone, werden oft übersehen. Daher finden sich hauptsächlich teurere Produkte in Augenhöhe der Konsumenten, da diese so öfter gekauft werden. Für Schnäppchen musst du dagegen etwas beweglicher sein...

Linksdrall
Konsumenten bewegen sich am liebsten der Wand entlang, entgegen dem Uhrzeigersinn, und schauen bevorzugt nach links. Daher finden sich hier auch die teuersten Produkte.

Die Menge macht’s
Man türme einige Produkte in einer Schütte auf, und schon glaubt der Konsument, es handelt sich um eine Aktion – auch wenn die Produkte zum Normalpreis verkauft werden. Denn schließlich haben wir ja gelernt, dass viele Produkte in einer Schütte billig sein müssen. Dem ist aber leider nicht so.

Beduftung
Immer populärer wird auch die Methode, Duftstoffe über die Klimaanlage des Supermarkts zu verbreiten, und damit die Konsumenten in Kaufstimmung zu bringen. Besonders anregend sollen angeblich zitronig-fruchtige Düfte sein. Aber es werden auch gezielt Produktkäufe stimuliert, indem Düfte nach Kuchen oder frischem Gebäck, oder einer warmen Leberkässemmel eingespeist werden.

Dekoration und Ladengestaltung
Grünpflanzen und Holzelemente sorgen für eine behagliche Atmosphäre. Strohkörbe mit frischen Obst im gesamten Geschäft vermitteln ein angenehmes Gefühl. Angenehme Musik bringt dich in Einkaufsstimmung. Am positivsten wird dabei Musik mit 72 Bass-Schlägen pro Minute empfunden. Das entspricht der Pulsfrequenz eines ausgeglichenen Menschen, und lässt die Kauflust steigen.

Donnerstag, 13. Mai 2021
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