Prostituierten-Protest
Freier erhalten Bußgeld in Naturalien zurück
Die originelle Initiative der Freudenmädchen richtet sich gegen eine "geschäftsschädigende" Verordnung des Bürgermeisters. Diese sieht vor, dass ab sofort nicht nur Zuhälter und Prostituierte, sondern auch die Kunden mit 50 bis 500 Euro zur Kasse gebeten werden.
Mit der Vorschrift will Bürgermeister Flavio Zanonato das durch die Straßen-Prostitution entstehende Verkehrschaos eindämmen. Außerdem fühle er sich "moralisch verantwortlich", erklärte er.
Bis jetzt beteiligten sich über 80 Prozent der paduanischen Dirnen an der Protestaktion. Um für die Klienten leicht erkennbar zu sein, tragen sie einen faustgroßen rosa Anstecker auf der Brust: "Il bollino rosa dell'amore" (den "rosa Liebes-Button"). Innerhalb von nur zwei Tagen bekamen bereits neun Freier ein Bußgeld verpasst.
In Italien ist Prostitution gesetzlich verboten. Deshalb gibt es keine Bordelle. Das älteste Gewerbe der Welt spielt sich nur auf der Straße ab.
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