Im Linzer Hafen sollen bekanntlich die Becken 1 bis 3 verlandet werden. Wogegen sich nun Widerstand regt. Grund: Im nordöstlichen Bereich des Hafens soll ein zusätzlicher Flächengewinn durch eine Verschiebung des bestehenden Hochwasserschutzes rund 35 Meter in Richtung Donau erzielt werden, wobei anstelle des Dammes eine Hochwassermauer geplant ist. Was offenbar nicht genug ist - denn Raimund Maier von der Abteilung für Raumordnung verweist auf die Unzulässigkeit von Baulandwidmungen im Abflussgebiet 30-jähriger Hochwasser.
Wobei Planungsstadtrat Klaus Luger die Aufregung nicht nachvollziehen kann. „Der Hafen ist doch kein Wohngebiet. Und außerdem ist doch ganz klar, dass im Falle eines Hochwassers auch der Hafen in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber natürlich wird von uns alles mögliche zum Schutz vor einer etwaigen Überschwemmung getan.“
Zumal laut seiner Aussage die Prüfer auch von falschen Voraussetzungen ausgehen. „Die glauben nach wie vor, dass das zweite Becken vollständig zugeschüttet wird. Dabei war das nur am Anfang angedacht, ist längst kein Thema mehr, es wird nur bis zur Hälfte verlandet“, erklärt Luger, der deshalb dieses Projekt „weiter so wie bisher durchziehen will“ - und das so schnell wie möglich. „Vielleicht können wir das ganze Projekt noch im Mai im Gemeinderat präsentieren“, hofft der Stadtrat, „aber spätestens im Juni ist es sicher soweit“.
Foto: Stadt Linz
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.