Im oberösterreichischen Politikerstreit um den geplanten Börsegang gibt’s für jedes Argument ein Gegenargument: Die Roten verlangen, dass das Land die 93 Prozent seiner Energie-AG-Anteile behält, die Schwarzen beruhigen, dass auch 51 Prozent in der öffentlichen Hand die öffentliche Versorgung sichern. Dazu könnten noch heimische Banken und die 4800 Mitarbeiter Aktien erwerben, um den Oberösterreich-Anteil zu vergrößern.
„Ich plädiere für eine fünf- bis zehnprozentige Mitarbeiterbeteiligung in der Energie AG“, verweist Haider auf Beispiele von Voest und AMAG, deren Belegschaften zehn bzw. 20 Prozent der Anteile erhielten: „Das geht aber auch ohne Börsegang“, meint der Landes-Vize, dass dies unser Land in seiner Hypo schon 1997 bewiesen habe: „Nach zehn Jahren Bindung dürfen jetzt die Bank-Mitarbeiter ihre Beteiligungen weiterverkaufen.“
Dank guter Börsestimmung rechnet die Energie AG damit, dass ein 40-prozentiger Landesanteil etwa 675 Millionen Euro bringen könnte: 200 fürs Unternehmen und 475 für das Landesbudget, dem die SPÖ zugestimmt hat, die den Börsegang jedoch ablehnt.
Foto: rubra
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.