Bevor die Rettung den Schwerstverletzten mitnahm, schilderte Bernd B. (57) den Tathergang: Ein etwa 20- bis 25-jähriger Gast war nach Mittag beim Welser Spital zugestiegen, dirigierte ihn nach Pichl. Dann überlegte er es sich anders, ließ den Taxler umdrehen. Gegen 13 Uhr habe der Beifahrer plötzlich einen Behälter in der Hand gehabt und den Inhalt über den Taxler gegossen. Ohne Vorwarnung, wortlos. Der Chauffeur stieg auf der Innbachtal-Landesstraße zwischen den Orten Oberthan und Oberham auf die Bremse, dann lief der Attentäter in den Wald. Trotz Fahndung mit Hubschrauber und Polizeihunden gibts vom blonden, 170 Zentimeter großen Verdächtigen, der eine Kapuzenjacke und Jeans trug, keine Spur.
Die Polizei beschlagnahmte das Taxi, in dem der Behälter lag, in dem die Säure war. Jetzt sucht man Zeugen, um die Version des Taxlers zu bestätigen. Er selbst musste im UKH Linz notoperiert werden, hat großflächige Verätzungen an Bauch und Oberschenkeln und durchs Einatmen der Dämpfe: Lebensgefahr!
Sein Chef, Johann Haslinger, der ein Taxiunternehmen in Edt bei Lambach führt, schüttelt den Kopf: „Der Bernd arbeitet das zweite Jahr bei mir. Zuerst hat man ihm in Pennewang die Brieftasche gestohlen, dann wurde er in Weißkirchen im Wald ausgeraubt. Und jetzt das! Er wird wohl nie mehr ins Taxi steigen.“
Foto: Chris Koller
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