Weltklimabericht
USA & China wollen sich aus Verantwortung reden
Experten aus aller Welt beraten in Bangkok seit Montag über das weitere Vorgehen angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels und wollen am Freitag den neuen Bericht des Weltklimarats IPCC vorstellen.
Es müsse sichergestellt werden, dass auch in Entwicklungs - und Schwellenländern der Ausstoß von Treibhausgasen begrenzt werde, sagte van Ierland. Er forderte die Regierungen außerdem auf, nur wegen der Untätigkeit großer Treibhausgas-Emittenten wie der USA und China nicht auf eigene Klimaschutzprojekte zu verzichten.
Klimasünder USA und China suchen Ausreden
Indes wollen die USA und China den für Freitag erwarteten dritten Teil des IPCC-Berichts offenbar abschwächen. Die Möglichkeiten zur Reduzierung von Treibhausgasen seien teurer und zeitaufwendiger als von Wissenschaftern angegeben, heißt es in Schreiben aus Washington und Peking.
Außerdem seien die möglichen Auswirkungen einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen nicht so positiv wie angenommen. Kritisiert wird außerdem die Annahme, dass bei raschem Handeln die klimaschädlichen Gase in der Atmosphäre bis 2030 stabilisiert werden können, wie es in einem Entwurf des Klimaberichts heißt.
„Es gibt eine Menge zwingender Gründe zum Handeln“
„Die Zeit zum Handeln ist jetzt“, mahnte dagegen der thailändische Delegierte Chartree Chueyprasit zu Beginn der Beratungen am Montag. Der IPCC-Vorsitzende, Rajendra Pachauri, erklärte, es gebe „eine Menge zwingender Gründe zum Handeln“. Über die konkreten Maßnahmen und ihren Beginn müssten aber die Regierungen entscheiden.
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