Erst Karte Americas
Merkel bringt den USA ihre “Geburtsurkunde”
Merkel nannte die Karte „ein einzigartiges Werk deutscher Kartografiekunst“. Die Übergabe an die USA sei „ein sichtbarer Ausdruck der engen deutsch-amerikanischen Freundschaft“, sagte sie. „Ich bin überzeugt, dass es für diese Karte kaum einen geeigneteren Ort und auch keinen würdigeren Ort gibt als diese wunderbare Bibliothek.“
Die Karte war nach Ausfuhrgenehmigungen der deutschen Regierung und der baden-württembergischen Landesregierung bereits im Juni 2001 aus Privatbesitz für rund 7,35 Millionen Euro in die USA verkauft worden. Eine offizielle Übergabe hatte es bisher aber nicht gegeben.
Waldseemüller hatte die Karte 1507 im lothringischen Saint Die hergestellt und erstmals die Erkenntnisse des Forschungsreisenden Amerigo Vespucci eingearbeitet, der die neu entdeckte Landmasse jenseits des Atlantiks als eigenen Kontinent begriff. Vom Vornamen des Entdeckers leitete Waldseemüller den Namen des Kontinents ab: „America“.
Von den ursprünglich 1.000 Exemplaren der Waldseemüller-Karte blieb nur eines erhalten, das lange Zeit als verschwunden galt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts tauchte es in der Bibliothek der Fürsten von Waldburg-Wolfegg wieder auf.
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