Die „verordnete Gesamtschule“ löste in der Linzer Diesterweg-Hauptschule und im benachbarten Khevenhüller-Gymnasium einen Riesenwirbel aus. Deshalb betont Landeshauptmann Josef Pühringer erneut: „Schulversuche nur auf freiwilliger Basis.“
Dem schließt sich die VS-Direktorin und Linzer VP-Bildungssprecherin Waltraud Kaltenhuber an: „Reden kann man über alles - miteinander abklären, was machbar ist, aber nicht von oben drüberfahren.“ Für SP-Klubobmann und Bildungssprecher Karl Frais wird es aber ohne verordnete Rahmenbedingungen nicht gehen: „Modellregionen und Pilotversuche müssen genau definiert werden. Bei völliger Freiwilligkeit wird es keine Innovationen geben.“ Einig ist er mit Kaltenhuber, über alles zu reden. „Am besten mit positiv eingestellten Lehrern, die die Courage haben, das Beste zu verwirklichen.“
In dieselbe Kerbe schlägt der grüne Bildungssprecher Gottfried Hirz: „Nur Türschilder an Klassen auszutauschen, wäre Etikettenschwindel. Es muss schon ein Bezirk oder ein Viertel mit der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen beginnen.“
Und was wollen die Eltern? Eine Umfrage der „Krone“ergab: Anhänger und Gegner verteilen sich gleichmäßig auf alle Varianten.
Foto: Chris Koller
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