Ausbruchsversuch

Häftling attackiert Bewacher mit Messer

Mit Brachialgewalt unternahm im Gefangenenhaus des Welser Landesgerichtes ein 21-jähriger Häftling einen Ausbruchsversuch: Er täuschte einen epileptischen Anfall vor - als Justizwachebeamte die Zellentür öffneten, sprang er sie mit einem Messer in der Hand an. Die für solche Vorfälle geschulten Bewacher vereitelten den Ausbruchsversuch, zwei Beamte wurden dabei allerdings verletzt.

Zu dem dramatischen Zwischenfall war es bereits am vergangenen Samstag in einer Mehrpersonen-Zelle der Welser Justizanstalt gekommen. Ein 21-jähriger Häftling, gerade wegen Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt (aber noch nicht rechtskräftig), betätigte gegen 15 Uhr die Taste der Haftsprechanlage, behauptete: „Ich hab´ grad einen epileptischen Anfall!“

Was dann geschah, schildert der Leiter der Justizanstalt, Hofrat Josef Mock: „Drei Bedienstete sind sofort zu der Zelle, haben die Tür geöffnet - sind sicherheitshalber aber nicht gleich in den Raum hinein, sondern in der Tür stehen geblieben, um die Lage zu erkunden. In dem Moment ist der Häftling von seinem Bett gesprungen, hat sich mit einem Besteckmesser in der Hand auf einen Beamten gestürzt.“ Der fiel nach hinten, erlitt Prellungen und Zerrungen, ist noch im Krankenstand. Seine Kollegen, von denen einer leicht verletzt wurde, konnten den rabiaten Häftling sofort überwältigen.

 

 

 

Symbolfoto: Sepp Pail

Dienstag, 11. Mai 2021
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