An der Tür eines Urfahraner Arztes hängt schon seit Februar eine Mitteilung: Wegen eines vegetativen Burn-out-Syndroms könne er zur Zeit niemanden behandeln. Harald Mayer, Kurienobmann der Spitalsärzte, weiß um die Problematik: „Die Situation ist ähnlich wie in Niederösterreich, wo 70 Prozent der Ärzte überlastet sind. Auch bei uns sind viele schon an der Grenze.“
Eine große, aber teils unnötige Belastung ist der Papierkram, wie eine Umfrage der Ärztekammer zeigt: „Mindestens ein Drittel der Zeit geht für Dokumentation drauf, bei Turnusärzten sogar 50 Prozent. Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre haben die Situation noch verschärft. Ein bürokratischer Overkill“, so Präsident Peter Niedermoser. Seinen Vorschlag, den Medizinern Dokumentationsassistenten zur Seite zu stellen, hat das Land bisher nicht erhört: „Aber wir kämpfen weiter, denn es bringt den Patienten nichts, wenn sie jemand behandelt, der selbst krank ist.“
Foto: Markus Wenzel
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