Unbemerkt faul sein

Chef, ich bin ja sooo beschäftigt¿

Wirtschaft
26.04.2007 10:28
Jetzt einmal ganz ehrlich: Was hast du davon, dich jeden Tag zu schinden, dich überfordern zu lassen und dir vom Chef eine zeitraubende Aufgabe nach der anderen aufs Auge drücken zu lassen? Man kann seinen Arbeitsalltag auch viel gemütlicher verbringen – und das ganz ohne den Chef argwöhnisch zu machen. Krone.at verrät dir mit einem kleinen Augenzwinkern Tricks, wie du fleißig wirkst, aber in Wahrheit absolut faul sein kannst.

Trick 1 – „Überstunden“
Komm in der Früh vor dem Chef. In dieser Zeit merkt er nicht, was du tust, und du kannst in aller Seelenruhe deinen nächsten Urlaub planen, in Zeitschriften schmökern, Kaffee trinken und telefonieren. Auf deinen Chef macht es jedoch einen guten Eindruck, wenn du schon vor ihm im Büro bist, und eventuell erst mit ihm gemeinsam nach Hause gehst. 

Vorsicht jedoch beim morgendlichen Privat-Surfen im Internet und dem Checken von Privat-Mails: In vielen Unternehmen werden die Surf-Gewohnheiten der Mitarbeiter bereits mitprotokolliert und strengstens überwacht. Daher solltest du, wenn du dir diesbezüglich nicht sicher bist, die elektronischen Vergnügungen eher vermeiden. Wenn du telefonierst, dann ist es besser, dies auch über dein Privathandy zu tun, wenn du dir hier in punkto Kontrolle der Büroleitung nicht sicher bist. Ebenso solltest du dich vergewissern, dass du nicht videoüberwacht wirst – speziell in großen Konzernen kann dies immer öfter der Fall sein. 

Trick 2 – Die richtige Bürogestaltung
Du solltest deinen Bildschirm nach Möglichkeit so ausrichten, dass dein Chef keinen Einblick darauf hat. Bau dir einfach riesige Aktenberge um dich herum auf. So kannst du einerseits deinem Privatvergnügen frönen, andererseits hast du auch eine Super-Ausrede, wenn dein Chef dich mit der nächsten dringenden Aufgabe überfallen möchte. Einfach wortlos auf die Aktenberge zeigen, und tief schnaufen. Dein Chef dreht von selbst wieder um.

Trick 3 – Mit Unterlagen in die Pause verschwinden
Nimm dir in deine Mittagspause oder in die Kaffeepause einen Schreibblock und ein paar Akten mit. Du hast jetzt eine wichtige Besprechung, am besten außer Haus. Oder du willst einfach einmal ungestört arbeiten und nutzt dazu die Mittagspause. Wenn es dann länger dauert, hast du eine tolle Ausrede: Du warst ja schließlich arbeiten – wer braucht schon Pausen?

Trick 4 – Andere Abteilungen besuchen
Damit sorgst du für ein gutes Netzwerk und ein positives Klima zwischen den einzelnen Abteilungen. Deinem Chef muss einfach auffallen, wie sehr du dich um eine gute Zusammenarbeit bemühst. Ob du in Wahrheit nur Plaudern gehst, oder wirklich beruflich unterwegs bist, das bleibt natürlich dir überlassen. 

Trick 5 – Power Napping
Das gute alte Mittagsschläfchen kannst du deinem Chef unter Power-Napping verkaufen. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen schließlich, dass man zu Mittag ein Leistungstief zu überwinden hat. Besser also, du nutzt diese Zeit zum dösen, und bist nachher wieder fit, als du machst Fehler. Dein Chef wird sich dieser Logik kaum entziehen können.

Trick 6 – Kopieren und Faxen
Statt immer zusammenzuwarten und mehrere Dinge auf einmal zu kopieren, kannst du auch mit jedem Stück Papier einzeln zum Kopierer bzw. zum Fax pilgern. Denn mit diesen beiden Tätigkeiten kannst du sehr beschäftigt wirken, wenn der Weg zum Kopiergerät an deinem Chef vorbeiführt. Denn wer viel kopiert, muss klarerweise auch viel arbeiten.

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