18.04.2007 12:09 |

Gegen Anschläge

Großdemo in Algerien gegen Terrorismus

Sechs Tage nach den blutigen Anschlägen in Algier mit Dutzenden Toten haben am Dienstag Zehntausende Algerier in verschiedenen Städten des Landes gegen den Terrorismus demonstriert. Ministerpräsident Belkhadem versprach auf einer zentralen Veranstaltung im Olympiazentrum der Hauptstadt Algier die Fortsetzung der Versöhnungspolitik mit Extremisten, die die Waffen niederlegen.

Die Attentate seien "der Kultur und Religion der Algerier fremd", sagte Belkhadem vor 13 000 Zuhörern. "Wir akzeptieren die Einmischung (von Al Kaida) in unsere inneren Angelegenheiten nicht." Da in Algier noch ein Demonstrationsverbot besteht, fand die Kundgebung in einer Halle statt.

Auf einem Großvideo wurde Präsident Bouteflika gezeigt, der das Volk aufrief, sich angesichts des Terrors "nicht auf das Zuschauen zu beschränken". Zu den Kundgebungen unter dem Motto "Nein zum Terrorismus, Ja zur nationalen Aussöhnung" hatten mehrere Parteien und Verbände aufgerufen.

Bei Anschlägen am 11. April auf den Regierungssitz und eine Polizeizentrale waren 30 Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden. Hinter der Tat steht die in "El Kaida im Islamischen Maghreb" umbenannte Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC).