Buntes Programm

Bundespräsident setzt Norwegen-Besuch fort

Ausland
18.04.2007 20:25
In Norwegen hat Bundespräsident Fischer am Mittwoch, dem zweiten Tag seines Staatsbesuchs, ein bunt gemischtes Programm absolviert. Mit dem Königspaar besuchte Fischer die Nationalgalerie, wobei den Gemälden von Edvard Munch ein besonderes Augenmerk galt. Bei einer Feier in der U-Bahnstation wurde dann ein U-Bahnzug der österreichischen Firma Siemens Transportation auf den Namen "Wien" getauft.

Siemens-Chefin Ederer erklärte am Rande der Feier, die Auslieferung der U-Bahngarnituren habe Anfang des Jahres begonnen. Bis 2009 sollen 63 Waggons aus Österreich geliefert werden. Siemens-Waggons dieses Typs sind bereits bei den U-Bahnen in Bangkok und in Shanghai im Einsatz. Wirtschaftsminister Bartenstein sprach vom größten Wirtschaftsauftrag Norwegens für Österreich; der Auftrag hat ein Volumen von 330 Millionen Euro.

Essen mit Ministerpräsident Stoltenberg
Zu Mittag war der Bundespräsident Gast von Ministerpräsident Stoltenberg. Der Premier erinnerte bei einem offiziellen Essen in der Festung Akershus an das Scheitern des EU-Referendums 1994, hob aber zugleich die guten bilateralen Wirtschafts- und Kulturbeziehungen hervor. Nicht unerwähnt ließ er die gemeinsame Liebe beider Länder zum Skisport.

Bundespräsident Fischer unterstrich, das skandinavische System stehe "für Demokratie und Frieden". Er erinnerte aber auch an die Zeit des Zweiten Weltkriegs und die damalige Besetzung Norwegens und sagte: "Das war eine Schande." Der europäische Integrationsprozess sei aber ein Beispiel, dass man eine Lektion gelernt habe.

Fischer-Vortrag im Nobel-Institut
In einem Vortrag im renommierten Nobel-Institut in Oslo, wo alljährlich die Friedensnobelpreise vergeben werden, bezeichnete Fischer die Vereinten Nationen und die Europäische Union als die erfolgreichsten Friedensprojekte des 20. Jahrhunderts.

 

 

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