Angst um Geiseln

Deutsche besorgt über neues Geisel-Video

Ausland
03.04.2007 17:29
Der Krisenstab der deutschen Regierung ist am Dienstagnachmittag zusammenkommen, um über mögliche Schlussfolgerungen aus dem neuen Video mit den deutschen Geiseln im Irak zu beraten. Die Entführer haben in dem Video eine neue Frist für ihr Ultimatum an die deutsche Regierung gesetzt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin zeigte sich sehr besorgt.

Danach habe Deutschland zehn Tage Zeit, seine Truppen aus Afghanistan zurückzuziehen. Auch Österreich wurde wegen des Afghanistan-Einsatzes von Bundesheer-Offizieren in dem Video kritisiert. Die deutsche Regierung drückte tiefe Besorgnis aus. Österreich wies die Vorwürfe von Islam-Feindlichkeit in dem Video zurück.

In dem gut fünf Minuten dauernden Video wird die 61-jährige Deutsche zusammen mit ihrem Sohn Sinan vor einem grün-blauen Wandteppich gezeigt, wie sie um die Erfüllung der Forderungen der Geiselnehmer bittet. "Wieso wollen unsere Politiker, dass wir Opfer in einem Krieg werden, der uns nichts angeht?", sagte Krause in dem Video. Sie trug ein Kopftuch und schwarze Kleidung.

Geisel im Video: "Ich bitte euch, helft mir."
Krause rief Deutschland und Österreich dazu auf, ihr beizustehen: "Ich bitte euch, helft mir." "Deutschland war in Sicherheit, bevor es sich mit den Amerikanern zu dieser Koalition gegen den sogenannten Terrorismus zusammengeschlossen hat", sagte Krause weiter. Die Frau wirkte verzweifelt: "Ich kann nicht mehr, ich bin völlig am Ende. Ich halte es nicht mehr aus", sagte sie weinend.

"Es ist bitter, mitansehen zu müssen, wie hier zwei Menschen vor laufender Kamera erniedrigt und gedemütigt werden", sagte ein deutscher Außenamtssprecher in Berlin.

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