10-Millionen-Projekt

Alte Eisenbahnbrücke wird neu gebaut

Sie ist zwar noch nicht so alt wie die älteste Oberösterreicherin, doch die 107-jährige Linzer Eisenbahnbrücke wird die geplante City-S-Bahn auch nicht mehr erleben: Die geschwächte Bogenkonstruktion des geschützten Baudenkmals muss nämlich von den ÖBB in fünf Jahren um zehn Millionen Euro durch einen Neubau ersetzt werden.

„Wir müssen aufs Geld schauen, können nicht jedes Jahr einige hunderttausend Euro in die Erhaltung stecken“, klagt der Linzer ÖBB-Planer DI Horst Eibl: Die Lebensdauer der Eisenbahnbrücke sei am Ende, obwohl der nagende Rost überpinselt und die ältesten Eisenteile laufend ausgetauscht werden. „So können wir nicht mehr weiter fretten, weil das unwirtschaftlich ist.“ Deshalb werden die Bundesbahnen beim Bundesdenkmalamt vorfühlen, wie ein Neubau ausschauen könnte: Die Pfeiler und Fundamente sind noch stark und rüstig, die Träger und Bögen jedoch altersschwach und abbruchreif.

Die Politik hat empfohlen, doch nicht beschlossen, für die versprochene, aber neuerlich verzögerte City-S-Bahn daneben extra eine kombinierte Schienen-Straßenbrücke um 40 Millionen Euro zur errichten. Geld gibt’s  vorerst nur für die fünfjährige Weiterplanung, jedoch nicht für eine ebenso lange Bauphase: 2017 wird zwar eine neue Eisenbahnbrücke stehen, aber kein Schnellzug drüber fahren.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 14. Juni 2021
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