Die Villa, bestehend aus dem Haupt- und Nebenhaus sowie 10.000 Quadratmetern Gartenfläche im Wiener Nobelbezirk Döbling, wurde in den fünfziger Jahren nur sehr mangelhaft renoviert. Seit dem überraschenden Tod von Präsident Thomas Klestil im Jahr 2004 steht die Villa leer. Sein Nachfolger, Heinz Fischer, lehnte es ab, in das Gebäude einzuziehen. Er zog es vor, mit seiner Frau in der Privatwohnung zu bleiben.
Geschichte der Villa
Mehrere Versuche, eine neue passende Residenz für Österreichs Staatsoberhaupt zu finden, scheiterten aus finanziellen oder auch politischen Gründen. In einigen Fällen stellte sich heraus, dass die in Frage kommenden Gebäude ursprünglich jüdischen Familien gehört hatten, die von den Nazis enteignet wurden.
Die Präsidentenvilla selbst befand sich im Eigentum eines jüdischen Ehepaares und wurde nach deren Flucht "arisiert". Das durch den Krieg stark beschädigte Gebäude wurde 1950 an die Tochter des Paares zurückgestellt und ein Jahr später an die Republik Österreich verkauft.
Fotos: Martin Jöchl
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