Blutiger Racheakt
Schiitische Polizisten massakrieren 70 Männer
Die Polizisten hätten außerhalb ihrer Dienstzeit zu Fuß sunnitische Wohngegenden durchstreift und dabei auf Bewohner geschossen. Das Blutbad sei erst gestoppt worden, als Soldaten einschritten.
Tel Afar liegt rund 400 Kilometer nordwestlich von Bagdad. Die ethnisch und konfessionell gemischte Stadt 60 Kilometer westlich von Mossul, die von mehr als 200.000 Menschen bewohnt wird, ist mehrheitlich sunnitisch-turkmenisch. In ihr leben aber auch viele Kurden, arabische Sunniten und Schiiten. Nach einer Großoffensive des US-Militärs im September 2005 galt sie eine Zeit lang als eines der wenigen Beispiel für eine gelungene Befriedung im gewalttätigen Irak. Später brachen aber die alten Konflikte zwischen den Gruppen wieder auf.
In den Gebieten an der Grenze zu Syrien kämpft ein Bündnis von Stämmen gegen Einflüsse der Extremistenorganisation Al-Kaida. Der mehrheitlich kurdische Nordirak galt früher als weniger unruhig als andere Teile des Irak. Die Lage hat sich aber auch dort zunehmend verschlechtert.
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