Instabil wie nie

Düstere Aussichten beim arabischen Gipfel in Riad

Ausland
28.03.2007 17:02
Mit düsteren Zukunftsprognosen hat am Mittwoch das Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Riad begonnen. Liga-Generalsekretär Mussa sagte in seiner Eröffnungsrede: "Unsere Region ist derzeit so instabil wie nie zuvor." Für keinen der zahlreichen regionalen Konflikte - von der Kontroverse um das iranische Atomprogramm bis zur Krise im Libanon - zeichne sich eine Lösung ab.

"Die Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten im Irak kann einen regionalen Flächenbrand auslösen, bei dem es keinen Sieger geben wird", warnte er. Der Gastgeber, König Abdullah von Saudi-Arabien, erklärte, "im Irak wird Blut vergossen zwischen Brüdern, im Schatten einer illegalen ausländischen Besatzung".

Es wird erwartet, dass die Liga-Staaten am Donnerstag ihre bereits 2002 verabschiedete arabische Nahost-Friedensinitiative neu präsentieren werden. Sie sieht eine Anerkennung Israels bei einem Rückzug aus den 1967 besetzten Gebieten vor. Zu israelischen Bedenken gegen den Vorschlag sagte Mussa: "Ihr müsst ihn erst einmal akzeptieren, dann können wir verhandeln."

Erneute Versuche des Gastgebers Saudi-Arabien und Ägyptens, in Riad im Libanon-Konflikt zu vermitteln, blieben ohne Erfolg. In mehreren bilateralen Treffen einigte man sich nur darauf, welche libanesische Delegation an welcher Sitzung teilnehmen soll. Denn der pro-syrische libanesische Präsident Lahoud und der anti-syrische Ministerpräsident Siniora waren jeweils getrennt mit eigener Delegation angereist. Lahoud erklärte, Sinioras Regierung sei "illegal".

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