Sondertribunal
“Australischer Taliban” bekennt sich schuldig
Der als "australischer Taliban" bekannte, zum Islam übergetretene 31- Jährige soll vor seiner Festnahme Ende 2001 mit den radikalislamischen Taliban und dem Netzwerk Al Kaida in Afghanistan zusammengearbeitet haben. Er ist seit fünf Jahren inhaftiert. Der australische Außenminister Alexander Downer begrüßte in Sydney die Aussage Hicks'.
Seit fünf Jahren ohne Urteil im Gefängnis
"Ich bin froh, dass es die Geschichte zu einem Ende kommen wird", sagte Downer australischen Medien. Der Fall Hicks ist in Australien mittlerweile zu einem großen politischen Thema geworden. So ist die Öffentlichkeit immer empörter darüber, dass Hicks seit fünf Jahren ohne Prozess im in Guantanamo einsitzt.
Durch sein Schuldeingeständnis kann Hicks nach US-Medienberichten vom Montag damit rechnen, dass sich Anklage und Verteidigung auf ein Strafmaß unterhalb von 20 Jahren einigen. Eine solche Einigung könnte dazu führen, dass Hicks in die Obhut der Behörden seines Heimatlands Australien übergeben wird, ohne von dem umstrittenen Militärtribunal verurteilt zu werden.
Bei seinem ersten Auftritt vor den Militärrichtern vollzog Hicks am Montag eine überraschende Wende. Zuerst lehnte er es ab, sich schuldig oder nicht schuldig zu bekennen. Später legte er dann doch noch ein Schuldbekenntnis ab. Zu Beginn der Anklageerhebung wurden zwei zivile Anwälte von Hicks ausgeschlossen. Hicks bat daraufhin um weitere Verteidiger, um die personelle Balance mit der Anklage wieder herzustellen.
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