Selbst SP-intern sorgte die Resolutions-Antwort aus dem Büro von Kanzler Alfred Gusenbauer für Irritationen, Grün-Landesrat Rudi Anschober nannte sie schlicht „skandalös“. Denn auf einen Landtags-Hilferuf sinngemäß zu antworten, man müsse sich erst einmal den aktuellen Sicherheitsstand im tschechischen Risiko-AKW anschauen, bevor man aktiv werden könne, fällt wohl eher unter das Stichwort Provokation.
Das sieht auch die Basis des Temelin-Protests so: „Bundeskanzler Gusenbauer selbst provoziert die Grenzblockaden. Er weigert sich seit Wochen, der Aufforderung des österreichischen Nationalrats nach einer Völkerrechtsklage gegen Tschechien nachzukommen und setzt mit Alibi-Aktionen die Bürger weiter der Gefahr durch das AKW Temelin aus“, wettert Atomstopp Oberösterreich.
Und die Atomgegner wollen weiter blockieren: „Einzig sofortiges Handeln des Kanzlers kann ein Aussetzen der Blockadeserie bewirken“, bekräftigen sie.
Unterdessen droht auch von tschechischer Seite die gelegentliche Schließung von Grenzübergängen – nicht als Temelin-Retourkutsche, sondern als Protest von tschechischen Schweinebauern gegen die Konkurrenz aus Österreich…
Foto: Chris Koller
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