Vier Verletzte!

29 Linzer flüchteten vor Feuer

Oberösterreich
10.03.2007 18:54
Nasse Tücher vor dem Mund und im Blindflug durch den dichten Qualm - 29 Mieter mussten mitten in der Nacht aus einem sechsgeschoßigen Hochhaus in Linz-Urfahr vor dem Feuer flüchten, das in einer Studentenwohnung ausgebrochen war. Auch Kinder und Senioren waren in Gefahr. Acht Opfer kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Spital, vier mussten bleiben.

„Ich war in Panik, konnte nicht hinaus und wusste nicht, was und wo es brennt“, erinnert sich Susanne Hauzeneder (33). Sie war in ihrer Wohnung im fünften Stock eingeschlossen, dichtete den Türspalt mit nassen Fetzen ab. Doch der Rauch war stärker. „In der ganzen Wohnung hat es genebelt“, so die Pädak-Studentin. Die Feuerwehr barg die Linzerin schließlich mit einer Rettungsmaske. Die Brüder Roland (28) und Amadeu Holzer (27) hatten nicht die Zeit, auf die Retter zu warten: „Wir waren direkt über dem Brand. Das Fenster splitterte, überall zog Rauch herein“, erinnern sich die Studenten, die im Blindflug durch das Stiegenhaus in Freie liefen.

23 Mann der Linzer Berufs-Feuerwehr konnten das Feuer im dritten Stock rasch löschen - der Bewohner, ein Student (31), hatte vergebens mit einem Handfeuerlöscher gegen die Flammen gekämpft. Die Helfer durchsuchten alle Wohnungen, brachten noch 22 Mieter in Sicherheit. Rettungsleute kümmerten sich um die kurzzeitig Obdachlosen. „Alle waren sehr nett, hatten Stühle und Decken für uns“, lobt Renate Ritter (65) die Helfer. Acht Bewohner kamen wegen Rauchgasvergiftungen ins Spital, vier wurden zur Beobachtung stationär aufgenommen. Darunter der Student, dessen Wohnung ausgebrannt ist. Die meisten Mieter übernachteten bei Bekannten, kamen aber am Samstag in ihre vom Ruß stark verschmutzten Wohnungen zurück.

 

 

Foto: Horst Einöder

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