Warten geht weiter
Britische Justiz verschiebt Diana-Anhörungen
Ursprünglich hatte die königliche Familie gehofft, dass alle Verschwörungstheorien am zehnten Todestag Dianas aus der Welt sind. Die zuständige Richterin Elizabeth Butler-Sloss folgte nun jedoch einem Antrag von Al-Fayeds Anwälten, die mehr Zeit für die Bewältigung der Akten gefordert hatten. Die Anhörungen durch eine Geschworenenjury werden vermutlich zwischen vier und acht Monaten dauern.
Die Ermittlungen der britischen und französischen Justiz laufen inzwischen seit fast zehn Jahren. Alle offiziellen Untersuchungen kamen bislang zu dem Schluss, dass Diana (36) und ihr damaliger Geliebter Dodi (42) am 31. August 1997 einem gewöhnlichen Verkehrsunfall zum Opfer fielen. Die Hauptschuld soll der französische Fahrer Henri Paul tragen, der betrunken am Steuer saß und zu schnell unterwegs war. Er kam bei dem Unfall ebenfalls ums Leben.
Al-Fayed, Besitzer des Nobelkaufhauses "Harrods", vermutet hingegen eine Verschwörung des britischen Establishments. Er vertritt die Theorie, dass der Unfall in einem Straßentunnel in der Nähe des Eiffelturms ein Komplott von Geheimdiensten war. Auftraggeber soll Dianas ehemaliger Schwiegervater Prinz Philip gewesen sein. Bei den Voranhörungen sagte Butler-Sloss, dafür gebe es "nicht den geringsten Beweis".
An die Ex-Frau von Prinz Charles soll in diesem Sommer bei mehreren Gelegenheiten erinnert werden. An ihrem Geburtstag, dem 1. Juli, wollen ihre beiden Söhne William (24) und Harry (22) im neuen Wembley-Stadion ein großes Popkonzert veranstalten. Am zehnten Todestag soll es einen Gedenkgottesdienst geben.
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