Seit kurzem ist auf der Internetseite des Umweltbundesamtes der Endbericht über einen Experten-Lokalaugenschein in Temelín vom September 2006 zu finden. Er bestätigt, dass es nach wie vor eine Reihe ungelöster Sicherheitsfragen mit hoher Priorität und hoher Dringlichkeit gibt, zu denen noch die Probleme mit schadhaften Kontrollstäben und Brennstäben dazugekommen sind. Diese Probleme überschatten die im Bericht erwähnten kleineren Fortschritte bei anderen Sicherheitsthemen und belegen die Ansicht der oberösterreichischen Atomgegner, dass Temelín nicht sicherer, sondern unsicherer geworden ist.
Das ist auch der Hintergrund für die Hartnäckigkeit der Temelín-Bekämpfer. Sprecher Roland Egger nennt daher auch die Ergebnisse der Linzer Regierungsklausur „eine absolute Farce“: „Wir wissen seit langem, dass für die Völkerrechtsklage gegen Tschechien massiver politischer Druck auf Prag erforderlich wäre. Und was soll eine parlamentarische Kommission anderes feststellen, als dass es in Temelín nach wie vor gravierende Sicherheitsrisken gibt? Auch das wissen wir!“
Die Atomgegner wollen daher mit ihren Blockaden tschechischer Grenzübergänge weitermachen…
Foto: Horst Einöder
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