Existenzangst

Proteste gegen Stellenabbau bei Airbus

Ausland
01.03.2007 16:36
Der Airbus-Sanierungsplan stößt bei den deutschen Standorten auf Widerstand. In den Werken Nordenham, Varel und Laupheim ruhte am Donnerstag die Arbeit. Die IG Metall forderte die Regierung auf, sich für den Erhalt der Airbus-Standorte in Deutschland einzusetzen und signalisierte Kampf- und Gesprächsbereitschaft. Auch das stark betroffene Bundesland Niedersachsen will den Stellenabbau ankämpfen.

Am Standort Varel, der verkauft werden soll, blockierte die Belegschaft die Werkstore. Im Werk Laupheim, das ebenfalls zum Verkauf steht, beteiligten sich über 1.000 Beschäftigte nach Gewerkschaftsangaben an einer Protestkundgebung und gingen dann nach Hause. Auch im Werk Nordenham, für das ein Investor gesucht wird, legten die Mitarbeiter die Arbeit nieder.

Um die Kosten zu senken, will Airbus in den nächsten vier Jahren 10.000 Mitarbeiter von Bord schicken, davon 3.700 in Deutschland. Auf Entlassungen will die Konzernführung aber verzichten und setzt stattdessen auf freiwilliges Ausscheiden und natürliche Fluktuation.

Unterdessen berieten in Hamburg der Airbus-Gesamtbetriebsrat und die IG Metall über das weitere Vorgehen. Die Gewerkschaft zeigte sich kampfbereit, sandte aber auch Signale für die Bereitschaft zu Gesprächen mit der Unternehmensführung über eine weitere Effizienzsteigerung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

Die Landesregierung in Niedersachsen will den geplanten Arbeitsplatzabbau ebenfalls nicht hinnehmen. Das Unternehmen habe volle Auftragsbücher und brauche jeden einzelnen Arbeitsplatz, um der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Hirche. In Frankreich riefen die Gewerkschaften einen landesweiten Streiktag gegen den Sanierungsplan für kommenden Dienstag aus.

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