20.02.2007 16:48 |

Klimaschutz

Australien will Glühbirnen verbieten

Als erstes Land der Welt will Australien die Verwendung herkömmlicher Glühbirnen verbieten, um Energieverbrauch und Treibhausgase zu drosseln. Stattdessen sollen künftig nur noch Energiesparlampen eingesetzt werden, teilte Umweltminister Turnbull am Dienstag mit. Australien gehört wie die USA zu den Ländern, die sich aus wirtschaftlichen Gründen dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto verweigern.

Auch ein kleiner Schritt könne eine große Wirkung haben, sagte Turnbull dem Fernsehsender Nine Network. "Wenn der Rest der Welt mitmacht, können wir den Energieverbrauch weltweit um das fünffache dessen reduzieren, was Australien verbraucht." Die schrittweise Umstellung der Lampen werde nicht nur die Stromrechnung der Haushalte entlasten, sondern auch die Emission von Treibhausgasen im eigenen Land bis 2012 um vier Millionen Tonnen reduzieren.

Umweltschützer kritisierten die Ankündigung der konservativen Regierung als Tropfen auf den heißen Stein. Statt dessen forderten sie einen konkreten Zielrahmen für die Reduzierung der Emissionen und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger.

Ministerpräsident Howard erklärte, dass der Plan allen Australiern ermögliche, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der konservative Politiker hat erst kürzlich eingeräumt, dass die industrielle Lebensweise für die globale Erwärmung verantwortlich sei. Es wird erwartet, dass der Klimaschutz in diesem Jahr ein wichtiges Wahlkampfthema in Australien sein wird.