Nächste Woche fährt Gusenbauer zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Prag und soll dabei - so verlangen die Atomgegner - den tschechischen Ministerpräsidenten Mirek Topolanek über die Einleitung völkerrechtlicher Schritte informieren, die der Nationalrat beschlossen, die Bundesregierung aber noch nicht umgesetzt hat: Die angekündigte Völkerrechtsklage ist noch ausständig.
„Wir werden nicht zulassen, dass der Nationalratsbeschluss sang- und klanglos in der Schublade verschwindet und ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag wie das Melker Abkommen ignoriert wird“, protestieren die Temelín-Gegner und erinnern den Kanzler an seine Versprechen im Wahlkampf: „Er hat betont, dass Verträge einzuhalten sind, und der früheren Regierung vorgeworfen, dass sie nichts tut.“
Gegen die Doppel-Blockade am Mittwoch gibt es keine behördlichen Einwände: Bisherige Blockaden verliefen friedlich und fanden bei den meisten betroffenen Lenkern Verständnis.
Foto: Chris Koller
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