¿Trümmerhaufen¿

Paschinger ¿erben¿ Schuldenberg

Sogar der Richter, der ihn wegen Betrugs verurteilte, nannte Fritz Böhm einen „guten Bürgermeister“ - von diesem Ruf wird dem Paschinger, der am 5. April abtritt, nicht viel bleiben, ätzt nun Gemeinde-Landesrat Josef Stockinger: „Finanziell hinterlässt er einen Trümmerhaufen.“ Pasching „erbt“ einen Schuldenberg von fast 24 Millionen Euro.

16 Millionen Euro Kredite und Leasing-Restwerte, fast acht Millionen Haftungen: „Jeder Paschinger hat 2400 Euro Schulden“, errechnet die Grünen-Fraktion und vergleicht: Im Bundesdurchschnitt liegt die Pro-Kopf-Verschuldung aus Gemeindefinanzen um 1000 Euro niedriger.

771.000 Euro Minus
„Pasching ist zwar nicht dem Untergang geweiht, aber zweifelsfrei ein schwerer Sanierungsfall“, meint Grünen-Chef Johannes Obermayr, der Böhm vorwirft, beim Voranschlag - der ein Plus von 678.000 Euro aufweist - getrickst zu haben: „Korrekt gerechnet ist Pasching mit 771.000 Euro im Minus. Das angeblich positive Ergebnis kommt nur zustande, weil Überschüsse der Kanal- und Wassergebühr rechtswidrig nicht den Rücklagen zugeführt werden.“

Dabei würden die Bürger „abgezockt“, so Obermayr: „Die Kosten für den Kanal betragen einschließlich Instandhaltung 348.300 Euro, bezahlen müssen die Paschinger aber 876.300 Euro.“ Auch die Wassergebühr sei doppelt so hoch wie nötig.

Alles zum Stopfen der Budgetlöcher, kritisieren die Grünen. Denn „das Konto überziehen“ kann die Gemeinde auch nicht mehr: Ihr Rahmen für Kassenkredite von 2,6 Millionen Euro ist bereits um fast drei Millionen überschritten…

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 14. Mai 2021
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