Heute oder morgen hofft die Polizei, dass Ernst H. entlassen wird. Eine Befragung nach dem Feuer in der Nacht zum Samstag war bisher aus ärztlicher Sicht unmöglich. Der Innviertler hatte bei der Nachricht: „Am Hof brennt´s“ bei ihm daheim im 15 Kilometer entfernten Bubing Herzbeschwerden bekommen. Er hatte nach dem Tod der letzten Bewohnerin vor etwa fünf Jahren das Gebäude gekauft, aber nie darin gewohnt.
Der Brandleger ging bei seinem Anschlag überaus penibel vor. Er dürfte schon vorher die zwölf Pappschachteln mit handelsüblichen, zwei Zentimeter dicken Kerzen und herumgewickeltem Papier präpariert haben, diese in sein Auto gepackt und dann zum Bauernhof in Barsing bei Andorf gefahren sein. Wo er vor Mitternacht die Zündquellen in Wohnhaus, Scheune und Stall aufstellte und entfachte. „So etwas hab ich noch nie erlebt“, so Feuerwehrkommandant Josef Hatzmann. Laut Experten dürfte der Zündler an die zwei Stunden für sein Attentat benötigt haben. „Der Täter muss sich beim Brandobjekt, das für jeden zugänglich war, genau auskennen“, so ein Ermittler.
Foto: Manfred Fesl
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