Kurios

Sommerkinder fallen öfter durch

Geburtstag und Schulerfolg hängen zusammen! Das ergab eine Studie, bei der auch Daten aus Oberösterreich untersucht wurden. Sommerkinder fallen 60-mal häufiger durch als ihre Klassenkollegen, die im Herbst oder Winter zur Welt gekommen sind. Ganz besonders gilt das für die Buben, sie entwickeln sich langsamer.

Die Psychologin Dr. Luise Hollerer und ihr Kollege Dr. Hubert Schaupp aus Graz werteten 47.000 Datensätze aus. „Erwachsene eines Jahrgangs sind tatsächlich gleich alt, bei Volksschülern aber kann jedes Monat eine Rolle spielen“, erklärt Hollerer. „Sie entwickeln sich einfach unterschiedlich. Herbstkinder sind beim Schuleinstieg fast sieben Jahre alt und Jüngeren einfach voraus, Mädchen noch mehr als Buben.“ Der Lehrplan nimmt darauf auch seit Jahren Rücksicht, denn für die ersten zwei Klassen darf sich ein Kind drei Jahre Zeit lassen.

Allerdings fordern manche Lehrer noch immer von allen Kindern gleiche Leistungen - und Eltern missverstehen eine verlängerte Einstiegsphase als Versagen. „Zu Unrecht“, betont Hollerer und ermutigt Eltern, ihren Kindern diese Zusatzzeit auch zu gönnen.

Übrigens: In Holland beginnt jedes Kind genau am 4. Geburtstag mit der Grundschule. Manche verlassen sie mit neun, andere mit elf Jahren wieder.

Schulexperten am „Krone“-Telefon: Wenn Sie Sorgen rund um die Schule, Fragen zur Notengebung oder einfach ein Anliegen haben, rufen Sie an: Am Donnerstag, 8. Februar, von 11 bis 12 Uhr, Tel: 0732/7808 Klappe 443 oder 444.

 

 

 

Foto: Peter Tomschi

Mittwoch, 12. Mai 2021
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