Hauptschulabschluss

Ausbildung macht Kampusch “viel Spaß”

Österreich
30.01.2007 17:41
Das Nachholen der Ausbildung macht Natascha Kampusch fast neun Jahre nach ihrer Entführung derzeit keine Probleme. Anders als so mancher Schüler findet die 18-Jährige, die im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt wurde, Gefallen daran, für Fächer wie Mathematik oder Biologie zu lernen. "Es macht ihr viel Spaß und Freude", sagte ihr Medienberater Bachleitner. "Sie hat kein Fach erwähnt, das ihr nicht gefällt."

Von Lehrern wurde der jungen Frau, die vor etwa fünf Monaten von ihrem Entführer Wolfgang Priklopil flüchtete, bereits eine gute Sprachkompetenz bescheinigt. Aber auch für Fächer wie Mathematik interessiert sich die 18-Jährige.

Acht bis zwölf Stunden Unterricht pro Woche
Seit Anfang Jänner lernt Natascha Kampusch für den angestrebten Hauptschulabschluss, der für sie derzeit oberste Priorität hat. Der Volksschulabschluss wurde ihr nach ihrer Entführung in der vierten Schulstufe nachträglich anerkannt. Acht bis zwölf Stunden verbringt die junge Frau wöchentlich mit Unterrichtsstunden bei verschiedenen Lehrern. In ihrer Freizeit muss die 18-Jährige - wie jeder Schüler - zu Hause lernen und Hausaufgaben erledigen. Dies beanspruche "einen überwiegenden Teil" der gesamten Woche, so Bachleitner.

Wie lange es genau dauern wird, bis Natascha Kampusch den gesamten Stoff der fünften bis achten Schulstufe nachgeholt hat, ist noch ungewiss. Ob am Ende eine große Prüfung steht oder das Wissen der jungen Frau durch kleine Fachprüfungen nachgewiesen werden soll, steht ebenfalls noch nicht fest. Nach erfolgreicher Beendigung der Hauptschule strebt die 18-Jährige eine Studienberechtigung an.

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