Die seit 1887 praktizierte Zeremonie am "Murmeltiertag", die jedes Jahr 30.000 Besucher aus aller Welt anzieht, geht nach Vermutungen von Brauchtumsforschern auf eine Verschmelzung von Legenden amerikanischer Ureinwohner und deutscher Siedler zurück. Danach glaubte ein seinerzeit in Punxsatawney lebender Indianerstamm, dass seine Vorfahren Murmeltiere waren.
Die christlichen Siedler wiederum brachten die "Weisheit" mit, dass ein Murmeltier am 2. Februar, Maria Lichtmess, aus seinem Winterschlaf aufwacht, sich erschreckt, wenn es seinen eigenen Schatten sieht und dann rasch wieder zum Weiterschlafen in den Bau zurückkehrt.
Schatten oder nicht Schatten
Wie jedes Jahr war Freitag Früh der "innere Zirkel" des "Groundhog-Clubs" in das Wäldchen Gobbler's Knob gezogen - 15 Herren in Frack und Zylinder. Einer von ihnen schlug an den Baumstamm und holte dann "Phil" aus seinem Domizil. Danach wurde das Murmeltier nach seinen "Erkenntnissen" - Schatten oder nicht - "befragt" und die Prognose dann offiziell verkündet. In den drei vorausgegangenen Jahren hatte "Phil" die Hoffnung auf ein frühes Frühlingslüftchen zerstört.
Der "Groundhog-Club" schwört - allerdings augenzwinkernd - dass sich "Phil" niemals irrt. Das ist aber auch kein Wunder, denn die "Voraussage" des Murmeltiers ist nicht ortsgebunden: Irgendwo steht der Frühling bestimmt vor der Tür.
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