Kinder getötet
Nervosität und Gewalt vor irakischem Schiiten-Fest
Die Bagdader Schule wurde von Unbekannten mit einem Granatwerfer angegriffen, zwei Geschosse schlugen im Pausenhof ein, wo sich viele Kinder aufhielten. Durch die Explosionen zersplitterten zahlreiche Fensterscheiben, 20 Kinder wurden von Glassplittern verletzt. Der Anschlag ereignete sich in einem vornehmlich von Sunniten bewohnten Viertel.
Der Berater von Industrieminister Fawzi Hariri war zusammen mit seiner Tochter sowie dem Fahrer und einem Leibwächter in einen Hinterhalt geraten. Abdel Abdul-Mehsun al-Lami sei in seinem Wagen unterwegs gewesen, als Unbekannte das Fahrzeug auf offener Straße in Bagdad beschossen, teilte die Polizei mit.
Bei der Explosion einer Autobombe in Kirkuk wurden acht Menschen getötet, 15 weitere Zivilisten wurden verletzt. Der Sprengsatz detonierte auf dem Gelände eines Marktes für Neuwagen in einem vorwiegend von Kurden und Christen bewohnten Viertel.
Für die schiitischen Moslems ist das Ashura-Fest im "Trauermonat" Muharram die wichtigste religiöse Feier. Dabei gedenken sie der Schlacht um Kerbala im heutigen Irak, die nach christlicher Zeitrechnung im Jahr 680 stattfand. Bei diesem Gefecht wurden der Imam Hussein, ein Enkel des Propheten Mohammed, sowie fast alle seine männlichen Verwandten getötet.
Die wichtigsten Ashura-Feiern finden in Najaf und Kerbala statt. In Kerbala sollen 25.000 Polizisten und Soldaten Terroranschläge verhindern.
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