Ausschreitungen
Gewalt bei Protest gegen Latino-Banden in Madrid
"Wir haben einige Dinge satt, die die Lateinamerikaner tun", sagte ein Jugendlicher dem Blatt "El Mundo". Unter den Teilnehmern waren auch Rechtsextremisten. Viele vermummte Demonstranten trugen jedoch Transparente mit Aufschriften wie "Nein zu Rassismus". Sie kritisierten, die Medien würden sie ungerechtfertigterweise als Rassisten brandmarken.
Zu den Versammlungen wurde etwa im Internet oder in SMS- Nachrichten aufgerufen. Dort war von einem "Krieg" gegen die Bande "Latin-Kings" die Rede. Die Gruppe wurde von lateinamerikanischen Einwanderern gegründet. Viele Bewohner von Alcorcon beschuldigen ihre Mitglieder zum Beispiel, selbst von Kindern so genannte Schutzgelder zu kassieren.
Am vergangenen Sonntag war Alcorcon schon einmal Schauplatz von Unruhen: Rund 1.000 junge Spanier machten Jagd auf Einwanderer, die sie für eine Messerstecherei am Vorabend verantwortlich machten. Im Stadtzentrum versammelten sich die Jugendlichen, bewarfen die Polizei mit Steinen und zündeten Papierkörbe an. Die spanischen Medien sahen die Ausschreitungen als ein mögliches Zeichen wachsender Ausländerfeindlichkeit. In Spanien machen Ausländer mittlerweile neun Prozent der Bevölkerung aus - in den 90er Jahren war ihr Anteil wesentlich geringer.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.